Ephedrin als Dopingmittel im Sport

Die Verwendung von Ephedrin als Dopingmittel ist nach wie vor ein strittiges Thema. Leichtathleten bewältigen damit härteste Trainingseinheiten und Bodybuilder nutzen es vor Wettbewerben zum Entwässern und Definieren. Personen aus diesen Gruppen machen oft Gebrauch von der Stimulans. Erfahrungen von Anwendern sind allerorts im Internet zu finden.

Ephedra und ECA-Stacks

In niedriger Dosierung ist die Wirkung vergleichbar mit Koffein oder Guarana. Problematischer sind ECA-Stacks, die eine Kombination aus Ephedrin, Ephedra, Koffein und Aspirin enthalten und bei manchen Personen zu ernsten körperlichen Reaktionen führen können. Die reine Substanz hingegen ist gut verträglich.

In den frühen 2000er Jahren ist der Wirkstoff aus den Regalen der Drogerien verschwunden. In Apotheken erhält man ihn nur noch auf Rezept. Als Grund wurde eine Häufung von Todesfällen angegeben, was allerdings einer genaueren Überprüfung nicht standhält. Die Geschädigten hatten bereits im Vorfeld mit Erkrankungen des Herzens oder des Kreislaufs zu kämpfen und haben viel zu hohe Mengen verwendet. Zudem wurden in ihrem Blut noch andere Substanzen gefunden (v. a. anabole Steroide). Die Todesursache kann also nicht eindeutig auf die Wirkung von Ephedrin zurückgeführt werden. Berichte über Todesfälle bei Monokonsum liegen nicht vor.

Nebenwirkungen

Im Vergleich mit anderen Diuretika und Stimulanzien schneidet Ephedrin ziemlich gut ab. Der Nutzen überwiegt die Risiken bei weitem. Probleme mit Herzrasen, Nervosität, Verwirrtheit oder Übelkeit treten nur auf, wenn die Dosis zu hoch ist oder andere Präparate im Spiel sind. Die erwünschten Effekte werden jedoch bereits mit einer niedrigen Dosis erreicht. Zugelassene Mittel aus der Apotheke (zum Beispiel zum Abnehmen) sind oft weitaus gefährlicher. Da die Pharmakonzerne aber auf hohe Profite mit neu entwickelten Präparaten rechnen, für die sie exklusive Patente besitzen, ist der Druck der Lobby auf die Politik zu stark, als dass mittelfristig mit einer erneuten Freigabe zu rechnen wäre.

Anwendung in der Medizin

In Präparaten, die man ohne Rezept kaufen kann, ist dieser Wirkstoff heute nur noch in geringen Mengen enthalten, zum Beispiel in dem Sirup Wick Medinait, das bei Erkältungen die Symptome lindert. Da dieses Medikament eine Kombination aus Ephedrin und anderen Wirkstoffen enthält, die zum Teil müde machen, ist es zum Doping oder zum Abnehmen nicht geeignet. Weitere Medikamente, wie zum Beispiel manche Sprays gegen Asthma, enthalten ebenfalls zu geringe Mengen, um für die oben genannten Zwecke in Betracht gezogen zu werden. Monopräparate gibt es hingegen nur auf Rezept.

Ephedrin als Dopingmittel

Die Nachfrage nach Ephedrin als Dopingmittel ist groß. So haben in den letzten Jahren viele illegale oder in der Grauzone arbeitende Online-Shops Medikamente mit diesem Wirkstoff in ihr Sortiment aufgenommen. Meist handelt es sich um Produkte von Kaizen und 4ever fit. Auch Efedrina Level und Efanol sind manchmal zu finden. Durch das Internet sind die Präparate heute leichter zu haben als je zuvor. Online gibt es meist nur große Gebinde ab 600 Tabletten, während kleinere Mengen über private Kontakte erhältlich sind.

Weitere Informationen


Ephedrin als Dopingmittel
Ein typisches Produkt aus dem Internet

Externe Links

Die folgenden Links dienen nur der Recherche, ohne dass der Verfasser dieses Beitrags den Verkauf solcher Mittel befürwortet.

1 Antwort zu “Ephedrin als Dopingmittel im Sport”

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