Nebenwirkungen von Boldenon

Boldenon, in Deutschland nur noch für Pferde zugelassen, ist ein anaboles Steroid, das manche Bodybuilder als Dopingmittel einsetzen. Es sorgt dafür, dass der Körper qualitativ hochwertige Muskelmasse aufbaut und macht die Blutgefäße gut sichtbar. Die Nebenwirkungen von Boldenon können jedoch verheerend sein, und das besonders, wenn man es zu hoch dosiert.

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Zu den Nebenwirkungen von Boldenon zählen unter anderem grippeähnliche Symptome, die ein Training unmöglich machen.

Boldenon als Dopingmittel

Boldenon ist ein anaboles Steroid mit langer Halbwertszeit, stark anabol und eher mäßig androgen. Es aromatisiert nur geringfügig und schafft bei einigen Anwendern, vor allem in hoher Dosierung, eine Erhöhung des Hungergefühls. Es zielt auf einen mageren Muskelaufbau ohne hohen Fett- und Wasseranteil ab, erlaubt also einen qualitativ hochwertigen Aufbau. Als Zeitfenster für die Kur werden in den einschlägigen Ratgebern rund 16 Wochen angegeben.

Bei der Anwendung stellt der Körper vermehrt rote Blutkörperchen her. Das verbessert die Sichtbarkeit der Blutgefäße (Vaskularität), was für Bodybuilder ein erwünschtes Merkmal ist.

Es ist eines der wenigen anabolen Dopingmittel, die einen positiven Einfluss auf die Gelenke haben. Häufig verwendete Steroide, zum Beispiel die kurzkettigen Testosteron-Ester (Enantat, Propionat), sind für die Gelenke eher schlecht. Manche Athleten stacken also 200 mg bis 300 mg Boldenon pro Woche dazu, um die negativen Effekte auszugleichen.

Nebenwirkungen von Boldenon

Die Nebenwirkungen von Boldenon sind zwar zu einem guten Teil identisch mit den Nebenwirkungen von Testosteron, es gibt aber einige Besonderheiten. Da sich die Zahl der roten Blutkörperchen stark erhöht, wird das Blut dicker. Das Herz muss stärker pumpen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt. Dadurch entstehen wiederum starke Kopfschmerzen. Bei entsprechend veranlagten Athleten blutet gelegentlich die Nase. Eine weitere Nebenwirkung, die vor allem bei hohen Dosierungen auftritt, sind grippeähnliche Symtome, die ein weiteres Training in hoher Intensität unmöglich machen. Das Risiko für Herz-/Kreislauf-Erkrankungen ist auf lange Sicht deutlich erhöht.

Bei dem gängigsten kommerziellen Produkt (Equipoise) ist Boldenon in Sesamöl gelöst. Sportler, die auch andere Anabolika nutzen (meist in Erdnussöl gelöst), können es also nicht in einem Zug mit diesen injizieren. Tut man es doch, bilden sich Klumpen. Es besteht auch die Gefahr, dass sich sich der Wirkstoff im Körper verkapselt und in der Folge nicht aufgenommen wird.

Bei höheren Dosierungen kann es außerdem zu Akne und Haarausfall kommen. Auch eine Vergrößerung der Prostata kann auftreten. Eine positive Eigenschaft im Vergleich mit anderen Steroiden ist jedoch, dass Boldenon nur in sehr geringem Maße aromatisiert. Die sonst üblichen Probleme, die durch Östrogen entstehen, treten also nicht oder nur in geringem Maße auf.

Boldenon für Pferde

Tierärzte nutzen Boldenon vor allem zur Behandlung von Pferden, die schnell an Gewicht zulegen sollen. Das kann zum Beispiel der Fall sein nach einer Verletzung oder einer langen Krankheit. Das Mittel erhöht den Appetit der Tiere und fördert den Aufbau einer gesunden Muskelmasse.

Gelegentlich wird die Substanz als Dopingmittel im Pferdesport verwendet. Wie auch im menschlichen Sport ist diese Praxis verboten. Die gesetzlichen Grundlagen für das Verbot sind in Deutschland im Tierschutzgesetz zu finden.

Zur Anwendung kommen meist die Produkte der Marke Equipoise. Auf dem Schwarzmarkt für Dopingmittel (sowohl für Pferde als auch für Menschen) sind diese Ampullen heiß begehrt, da sie den höchsten Anforderung an Reinheit und Qualität entsprechen. Wenn ein dopender Athlet nicht zufällig einen Tierarzt kennt, bei dem er echtes Boldenon kaufen kann, hat er ein hohes Risiko, seinem Körper mit einem schlechten Präparat zu schaden.

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