Nebenwirkungen von Clenbuterol

In der Theorie werden Muskeln durch hartes Training und gute Ernährung stärker, doch bei manchen klappt das scheinbar nicht. Verlockend ist dann die Abkürzung über anabole Wirkstoffe. Da Steroide einen miesen Ruf haben, greifen einige Athleten stattdessen zu Clenbuterol und fühlen sich damit sicher. In diesem Beitrag geht es um die Nebenwirkungen von Clenbuterol.

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Manche Athleten nehmen die Nebenwirkungen von Clenbuterol in Kauf, weil sie einen besseren Muskelaufbau erreichen wollen.

Was macht Clenbuterol?

Der Wirkstoff regt in niedriger Dosierung bestimmte Rezeptoren an, die in den Bronchien an der Entstehung von Asthma und chronischer Bronchitis beteiligt sind. Genau für diese Erkrankungen wurde er entwickelt, in der Folge aber durch bessere Produkte abgelöst.

In hoher Dosierung fördert das Medikament die Freisetzung von Insulin, baut Muskeln auf und Fett ab. Es wird seit Jahren im Doping eingesetzt und steht auf den „roten Listen“ aller großen Sportverbände. Da es den Fettabbau erhöht, versuchen manche Menschen auch, mit Clenbuterol abzunehmen, was jedoch nur bedingt möglich ist. Ärzte raten davon ab.

Nebenwirkungen von Clenbuterol

Die üblichen Nebenwirkungen von Clenbuterol kann man bei legalen Produkten aus der Apotheke auf dem Beipackzettel nachlesen. Am häufigsten sind Zittern, Kopfschmerzen, Unruhe, Übelkeit und Herzklopfen. Diese Angaben sind zwar sehr valid, setzen aber voraus, dass man das Medikament als Heilmittel in therapeutischer Dosis nimmt. Im Doping kommen jedoch Dosierungen zum Einsatz, die sich auf ein vielfaches der empfohlenen Menge belaufen.

Die Nebenwirkungen von Clenbuterol werden mit steigender Dosierung immer heftiger. Das sind die Hauptprobleme bei dopenden Sportlern:

  • Schädigung des Herzens: Clenbuterol kann den Herzmuskel nachhaltig ruinieren. Das Risiko für einen Herzstillstand steigt; Herzrasen, hoher Blutdruck und Schmerzen in der Brust können eine bedrohliche Intensität annehmen. Das bedeutet Stress für den gesamten Körper. Eine weitere Folge des hohen Blutdrucks sind starke Kopfschmerzen.
  • Angst und Beklemmung: Schon in normaler Dosierung kann der Wirkstoff eine starke innere Unruhe auslösen. Bei höheren Mengen kann sich dieser Zustand bis hin zu Angst- und Panikattacken steigern. Dieser Effekt ist nicht selten, er tritt sogar sehr oft auf.
  • Schlafprobleme: Beim gesunden Menschen fährt der Körper in der Nacht den Stoffwechsel herunter; Körperfunktionen wie Atmung und Herzschlag verlangsamen sich. Clenbuterol wirkt in dieser Hinsicht wie eine Stimulans, was das Einschlafen erschwert. Da schlechter Schlaf wiederum zu Angstzuständen und Herzproblemen führt, schaukeln sich die Nebenwirkungen in diesem Fall gegenseitig hoch.

Clenbuterol und seine Nebenwirkungen: Fazit

Frei nach dem Motto „mir wird schon nichts passieren“ lassen sich Sportler, die sich für ein Dopingmittel entschieden haben, durch die drohenden Nebenwirkungen kaum abhalten. Erfahrungen von Freunden, die es seit Jahren tun und sich immer noch gesund fühlen, tragen ihren Teil zu dem irrigen Gefühl der Sicherheit bei.

In der Tat gibt es einzelne Athleten, die ohne bleibende Schäden davonkommen. Allerdings kann auch jeder einzelne genau der sein, der alle negativen Effekte in voller Tragweite zu spüren bekommt. Ob es das Risiko wert ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

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